Einsatz Nr. 12/2019
18.06.19 um 15:58
“Großbrand in Wohn-, Senioren- und Pflegeheim. 96 Personen gerettet!”

Datum: 18.06.2019
Uhrzeit: 15:58
Einsatzstichwort: Wohn / Senioren / Pflegeheim BMA
Eingesetzte Fahrzeuge: LF10 (43/44-1)
LF 20 KatS (43/44-2)
RW2 (43/52-1)
MTF (43/19-1)
Eingesetzte Kräfte: 23

Einsatzbeschreibung:

Am 18.06.2019 wurden die Einsatzkräfte der FF Huchting um 15:58 durch den zuständigen Disponenten der Feuer- und Rettungsleitstelle zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Wohn-, Senioren- und Pflegeheim in Bremen-Huchting alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt zum Gerätehaus konnten die Kameraden eine schwarze Rauchsäule und starken Brandgeruch wahrnehmen. Nach wenigen Minuten konnte das LF10 mit einer Stärke von 1/5 (davon 5 Atemschutzgeräteträger) zur Einsatzstelle ausrücken. Darauffolgend wurden auch das LF 20 KatS, der Rüstwagen und das MTF besetzt. Beim Eintreffen unserer Kräfte drang dichter schwarzer Brandrauch aus dem gesamten Dachstuhl des Gebäudes. Da sich zu diesem Zeitpunkt noch alle Bewohner im Gebäude befanden, wurden die ersten beiden Trupps sofort zur Menschenrettung eingesetzt, um die zum größten Teil hilfsbedürftigen und auch bettlägerigen Personen aus dem Gebäude zu retten. Unzählige Türen mussten hierzu gewaltsam geöffnet werden. Die FF Huchting war mit insgesamt 23 Einsatzkräften vor Ort und hatte 4 Trupps unter schwerem Atemschutz im Einsatz. Dank der tollen Zusammenarbeit zwischen den Kräften der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und den Hilfsdiensten, konnten alle Bewohner gerettet werden. Vielen Dank allen Einsatzkräften, die sich unter größten Anstrengungen bei heißem Wetter für unsere Mitmenschen eingesetzt haben.

Weiterführende Links:

Feuerwehr Bremen via Presseportal

Nonstop News

ButenUnBinnen

Weser Kurier

Kreiszeitung

Nordwestzeitung

Pressemitteilung der Feuerwehr Bremen:
“Bremen-Huchting (ots)
(dzi) Am 18.06.2019 um 15:52 Uhr wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Bremen über die Brandmeldeanlage eines Pflegeheims in der Tegeler Plate 23 in Bremen-Huchting ein Brand gemeldet. Kurz nach diesem automatischen Meldungseingang gingen in der Leitstelle eine Vielzahl von Notrufen über den Notruf 112 ein. Die Anrufer meldeten einen Dachstuhlbrand einhergehend mit einer starken Rauchentwicklung. Die Rauchsäule war bis Achim sichtbar. Zunächst wurden der Einsatzleitdienst sowie die Feuerwachen 1 und 4 alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurden wegen der weithin sichtbaren Rauchwolke vom zuständigen Zugführer umfangreich Einsatzkräfte nachgefordert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter schwarzer Rauch aus dem Dachstuhl des 200 x 20m großen Gebäudes. Nur wenige Minuten später kam es zu einer Durchzündung und der Dachstuhl brannte mit offenen Flammen in voller Ausdehnung. Da sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs alle 96 Bewohner im Gebäude befanden wurde sofort die Menschenrettung im gesamten Gebäude eingeleitet. Hierbei arbeiteten Feuerwehr und Polizei hervorragend zusammen, so dass sämtliche Bewohner in kürzester Zeit aus dem Gebäude gerettet werden konnten. Erschwert wurde die Rettung dadurch, dass rund 80% der Bewohner auf Hilfsmittel wie Rollatoren und Rollstühle angewiesen waren. Das verkomplizierte die Rettung insbesondere aus den oberen Geschossen.
Zur Brandbekämpfung wurden u.a. vier Drehleitern mit sog. Wenderohren reingesetzt. Des Weiteren kamen 4 C-Rohre zum Einsatz. Für die Nachlöscharbeiten wurden Einsatzkräfte mit Atemschutz im Dachstuhlbereich eingesetzt. Dabei wurden rund 50 Atemschutzgeräte verwendet. Der Nachschub an Atemschutzgeräten wurde über aus der Freizeit nachalarmierte Beamte sichergestellt. Um 19:27 Uhr wurde von der Feuerwehreinsatzleitung “Feuer in der Gewalt” gemeldet. Die Meldung “Feuer aus” erfolgte dann um 19:49 Uhr.
Überschlägig kamen bei diesem Einsatz 140 Feuerwehreinsatzkräfte, 40 Rettungsdiensteinsatzkräfte sowie diverse Einsatzkräfte aus den Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen mit ca. 50 Einsatzfahrzeugen zum Einsatz. Von der Polizei wurden ca. 70 Beamte eingesetzt, darunter 2 FuStKw der KGO (PK Delmenhorst und PK Weyhe).
An der Einsatzstelle hatten sich insgesamt drei Patientenablagen gebildet. Sämtliche Bewohner sind durch den Rettungsdienst gesichtet und betreut worden. Insgesamt 21 Personen mussten zur weiteren Versorgung in Stadtbremische Kliniken transportiert werden. Bis auf wenige Patienten hatten alle Brandrauch eingeatmet. Darunter auch zwei Polizei- und zwei Feuerwehrbeamte, die zwischenzeitlich die Klinik wieder verlassen und ihren Dienst fortsetzen konnten.
Zur weiteren Betreuung und Versorgung der unverletzten Betroffenen wurden diese in eine nahe gelegene Sporthalle verbracht. In dieser sog. Betreuungsstelle waren im Einsatzverlauf rund 150 zu betreuende Personen.
Da das vom Brand betroffene Gebäude weitestgehend unbewohnbar war, waren die Personen anderweitig unterzubringen. Hierzu wurden von der Bremer Heimstiftung Plätze in eigenen Pflegeeinrichtungen und Hotels organisiert. Der Transport der Betroffenen dorthin wurde und wird mit Einsatzmitteln des Rettungsdienstes und der Feuerwehr Bremen durchgeführt.
Die Schadenshöhe ist nicht konkret schätzbar, dürfte aber im zweistelligen Millionenbereich liegen. Die Brandursachermittlung wird durch die Kriminalpolizei durchgeführt. “
Quelle: Feuerwehr Bremen

Einsatz Nr. 11/2019
04.06.19 um 11:50
“Lagerhallenbrand”

Datum: 04.06.2019
Uhrzeit: 11:50
Einsatzstichwort: Gebäude / Dachstuhlbrand
Eingesetzte Fahrzeuge: LF 20 KatS (43/44-2) Stärke 1/6
RW2 (43/52-1)Stärke 1/2
MTF (43/19-1) Fernmeldedienst Stärke 0/1
Eingesetzte Kräfte: 11

Einsatzbeschreibung:

Am Montag, den 03.06.2019 ertönte ein lauter Knall durch den Bremer Süden – eine schwarze Rauchwolke war über weite Teile Bremens zu sehen. Um 11:50 wurden die Einsatzkräfte der FF Huchting durch den zuständigen Disponenten der Feuer- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Bremen zu einem Gebäudebrand am Neustadts Güterbahnhof alarmiert. Vor Ort brannte eine Lagerhalle mit den Ausmaßen von ca. 20 x 40m in voller Ausdehnung.

Eingesetzt wurden die Kräfte der FF Huchting im Einsatzabschnitt 2 zum Aufbau der Wasserversorgung sowie mit 2 Trupps unter Umluft unabhängigen Atemschutz zur Brandbekämpfung. Unser Rüstwagen wurde zur technischen Unterstützung in den Einsatzabschnitt 1 überstellt, um dort Angriffswege durch die Hallentore für die Brandbekämpfung zu schaffen.

Auf Grund der komplexen Lage wurde ebenso der Fernmeldedienst zur Einsatzstelle alarmiert, dem auch ein Kamerad der FF Huchting angehört.

Während der Löscharbeiten sorgte ein rücksichtsloser und uneinsichtiger Autofahrer für Schwierigkeiten. Da er nicht einsah weiterhin zu warten, versuchte er mit seinem PKW über den Fußweg auszuweichen. Bei diesem unsinnigen Manöver riss der das im Unterflurhydranten befestigte Standrohr ab, sodass die Einsatzkräfte die Wasserversorgung unterbrechen und Schlauchleitungen zur nächsten Wasserentnahmestelle verlegen musste.

Bitte liebe Mitbürger – auch wir stehen bei heißen und schwülen Temperaturen nicht zum Spaß an Einsatzstellen herum sondern würden liebend gerne die Zeit anderweitig verbringen können. Habt den nötigen Respekt und bewegt euch mit Vorsicht in der Nähe von Einsatzstellen.

„Gegen 11:20Uhr wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein Feuer in der Straße Beim Neustadts Güterbahnhof gemeldet. Dort brannte eine Lagerhalle mit den Ausmaßen von ca. 20m x 40m in voller Ausdehnung. Im Gebäude waren keine Personen. Aufgrund der hohen Temperaturen griff der Brand auf die Vegetation in der Umgebung sowie auf einen Lastkraftwagen über. Aufgrund der Rückmeldungen der ersten Einsatzkräfte wurde der Kräfteansatz erhöht. Vor Ort waren der Direktionsdienst, der Einsatzleitdienst, Kräfte von 4 Berufsfeuerwachen und von 7 Freiwilligen Wehren sowie der Rettungsdienst. Insgesamt waren an der Einsatzstelle 120 Einsatzkräfte mit ca. 40 Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Einsatzstelle wurde in drei Einsatzabschnitten (EA) unterteilt. Dabei handelte es sich um zwei Brandbekämpfungsabschnitte und einen Abschnitt Schadstoffmessung. Um die Bevölkerung in dem betroffenen Stadtgebiet über die starke Rauchentwicklung zu informieren, wurde eine Meldung über das Modulare-Warnsystem (MoWaS) gemacht. Zusätzlich wurde der Bahnbetrieb auf den nahegelegenen Gleisen komplett gesperrt. Zur Brandbekämpfung waren neben zwei Strahlrohren, drei Monitore sowie ein Wenderohr von einer Drehleiter im Einsatz. Zur Herstellung einer ausreichenden Wasserversorgung wurden ca. 80 B-Schläuche für eine Wasserförderung über lange Wegstrecken ausgelegt.

Um 13:14Uhr konnte “Feuer in der Gewalt” gemeldet werden. Die Schadstoffmessungen ergaben “keine Auffälligkeiten”. Der Bahnbetrieb konnte um 13:15Uhr wieder freigegeben werden.

Logistisch wurde die Feuerwehr aufgrund des hohen Verbrauches von Atemschutzgeräten zusätzlich gefordert. Neben dem initial alarmierten Gerätewagen Atemschutz mussten zusätzlich zwei Fahrzeuge mit insgesamt 40 Atemluftflaschen, Lungenautomaten und Atemanschlüssen disponiert werden.   Um 15:00Uhr konnte vom Einsatzleiter “Feuer aus” gemeldet werden. Zur Schadenhöhe konnte keine Angabe gemacht werden. Die Kripo hat die Brandursachenermittlung aufgenommen.“
Quelle: Feuerwehr Bremen

Weiterführende Links:

Feuerwehr Bremen via Presseportal

Nonstop News

ButenUnBinnen

Weser Kurier

Freiwillige Feuerwehr Huchting unterstützt das Projekt „Schwimm mit uns“

(29.05.2019) Im Jahr 2018 sind neun Kinder in Bremen ertrunken – viele Kinder im Alter von acht Jahren können nicht oder nur unsicher schwimmen.  Grund für die Bürgerstiftung Bremen gemeinsam mit dem Landessportbund Bremen, dem DLRG Landesverband und dem Landesschwimmverband Bremen das Pilotprojekt „Schwimm mit uns“ ins Leben zu rufen. Ab heute gibt es auf dem Kitagelände St. Georg in Huchting ein mobiles Schwimmbecken in dem Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren mit Wasser vertraut gemacht werden sollen.

Durch den Amtsleiter der Feuerwehr Bremen erreichte uns die Anfrage der Projektleitung, ob die Freiwillige Feuerwehr Huchting dieses Projekt unterstützen könne. Hierbei ging es darum das 4 x 8 m große und 95cm tiefe Schwimmbecken mit Wasser zu füllen. Eine Selbstverständlichkeit, dass auch die FF Huchting bei einem solch tollen Projekt gerne unterstützt. So machten sich einige Kameraden am Montagabend auf den Weg zum Kita Gelände, um mit einem speziellen Standrohr der wesernetz GmbH, das rund 30 Kubikmeter fassende Schwimmbecken zu füllen.

Heute war dann die feierliche Eröffnung des Schwimmbades. Bis zum 28. Juni werden die 8 ehrenamtlichen Helfer u.a. der DLRG täglich Kinder betreuen und diese an das feuchte Element gewöhnen. Durch die integrierte Heizung kann eine konstante Wassertemperatur von 27 Grad gewährleistet werden.

Wir freuen uns, dass ein so sinnvolles Projekt in unserem Stadtteil realisiert werden konnte und danken allen Beteiligten.

Auch die Bild Zeitung hat bereits berichtet

Einsatz Nr. 10/2019
26.05.19 – 12:00
“Parzellenbrand”

Datum: 26.05.2019
Uhrzeit: 12:00
Einsatzstichwort: Parzellenbrand
Eingesetzte Fahrzeuge: LF 10 (43/44-1)
Eingesetzte Kräfte: 1/5 (6)

Einsatzbeschreibung:

Bereits während der Aufbauarbeiten für den Familiensonntag am Roland Center, war über den Funk von einem Parzellenbrand in Findorff zu hören. Wegen einer schwierigen Löschwasserversorgung und der Gefahr, dass sich der Brand weiter auf die Vegetation ausbreitet wurden vermehrt Kräfte nachgefordert. So wurde gegen 12 Uhr, als unsere Aufbauarbeiten gerade beendet waren, durch die Feuer- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Bremen über Funk ein Löschgruppenfahrzeug zur Einsatzstelle abgefordert.

Umgehend konnte das LF 10 (43/44-1) mir einer Staffel (1/5) besetzt werden und rückte zur Einsatzstelle aus. Die gesamte Fahrzeugbesatzung bestand hierbei aus Atemschutzgeräteträgern.

Vor Ort eingetroffen war die Einsatzstelle bereits in 2 Abschnitte eingeteilt – Abschnitt Brandbekämpfung und Abschnitt Löschwasserversorgung. Es brannte eine Parzelle mit einer Grundfläche von ca. 6 x 8 Metern in voller Ausdehnung. Auch die dichte Vegetation war durch die Nähe zum Brandobjekt und die Trockenheit bereits in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Atemschutztrupps des 43/44-1 wurden dem Abschnittsleiter Brandbekämpfung (WAL 1) unterstellt. Beide Trupps wurden unter umluftunabhängigen Atemschutz für das Ablöschen von Glutnestern eingesetzt. Da das Objekt während des Einsatzes noch nicht von der elektrischen Versorgung abgeschnitten war, mussten die Löscharbeiten mit entsprechender Vorsicht durchgeführt werden. Im Laufe des Einsatzes wurde die Elektrische Zuleitung vom Objekt getrennt und später von einem Mitarbeiter der SWB stromlos geschaltet.

Der Gruppenführer des 43/44-1 übernahm in dieser Zeit die Abschnittsleitung Wasserversorgung mit 3 Gruppen der FF Blockland. Zudem wurde ihm auch die Logistik unterstellt. Um die Löschwasserversorgung herzustellen wurden an der Einsatzstelle etwa 600m B-Druckschläuche verlegt.

Personen kamen bei diesem Einsatz nicht zu Schaden – die Parzelle dagegen ist ein Totalschaden.

Nachdem das Fahrzeug wieder einsatzbereit war, ging es zurück zum Familiensonntag am Roland Center, um die verbliebenen Kameraden dort zu unterstützen.

Einsatz Nr. 09/2019
17.04.19 – 14:21
“unklare Rauchentwicklung”

Datum: 17.04.2019
Uhrzeit: 14:21
Einsatzstichwort: Unklare Rauchentwicklung
Eingesetzte Fahrzeuge: LF 10 (43/44-1) LF 20 KatS (43/44-2)
Eingesetzte Kräfte:  

Einsatzbeschreibung:

Eine unklare Rauchentwicklung in einem Altenwohnheim dazu, dass die Freiwillige Feuerwehr Huchting am 17.04.2019 um 14:21 durch die Feuer- und Rettungsleitstelle alarmiert wurde. Bereits um 14:28 konnte das erste Fahrzeug zur Einsatzstelle ausrücken. Eine gemeinsame Erkundung mit den Kräften der Wache 4 vor Ort ergab eine Rauchentwicklung in einem Belüftungsschacht der Aufzuganlage. Auch nach durchgeführten Belüftungsmaßnahmen konnte keine Ursache für die Rauchentwicklung festgestellt werden. Eine Gefahr für die Anwohner bestand nicht.

Im Anschluss an diesen Einsatz verblieben die eingesetzten Kräfte in Bereitstellung an Wache. Der Grund hierfür waren mehrere umfangreichere Schadensereignisse im Bremer Stadtgebiet, durch die die Kräfte der Berufsfeuerwehr Bremen stark gebunden waren. Die Freiwillige Feuerwehr Huchting unterstütze somit bei der Sicherstellung des Brandschutzes im Bremer Süden bis die Berufsfeuerwehr wieder über ausreichende Kapazitäten verfügte. DIeses ist eine gängige Praxis wenn es zeitgleich zu mehreren personalintensiven Einsätzen kommt.