11.2. Tag des europäischen Notrufs 112


Der 11.2. ist der europäische Tag des Notrufs 112.
Aus diesem Anlass teilen 38 Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland einen Tag lang live ihren Feuerwehralltag, ihre Einsätze und weitere Informationen auf Twitter.
Auch die FEUERWEHR BREMEN nimmt an diesem heutigen „Twittergewitter“ teil. Unter den Hashtags #112live sowie #Bremen112 können unter anderem die Tweets der Feuerwehr Bremen (@FeuerwehrHB) verfolgt werden.

Bereits seit Dezember 2008 kann in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), sowie der Türkei, in Norwegen, in Russland, in Israel und der Schweiz, ein Notruf einheitlich unter der Rufnummer 112 abgesetzt werden.
Der europäische Tag des Notrufs soll dazu beitragen, die Notrufnummer 112 unter der Bevölkerung weiter zu verbreiten. Ebenso soll dieser Tag genutzt werden, um Aufklärungsarbeit zu leisten wann der Notruf 112 zu wählen ist und wie ein solcher eigentlich abläuft.

Wann wähle ich den Notruf 112?
Bei Unfällen, Bränden oder in akuten, eventuell lebensbedrohlichen Notfallsituationen muss die Notrufnummer 112 gewählt werden, um die Feuerwehr und den Rettungsdienst zu alarmieren. Wenn schwere Verletzungen vorliegen, wenn Personen einen hohen Blutverlust aufweisen, bei Schockzuständen, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit, plötzlichen Schmerzen in der Brust, bei spontan auftretenden Sprach- oder Sehstörungen muss ebenso der Notruf 112 gewählt werden.

Wie erreiche ich den Notruf 112?
Der Notruf 112 ist von nahezu jedem Telefon aus zu erreichen (Bitte vergewissern Sie sich bei internen Telefonanlagen, ob eine direkte Durchwahl an die Notrufnummer möglich ist).
Wählen Sie einfach die 112, um den Anruf aufzubauen. Sie benötigen keine Vorwahl – Sie werden automatisch mit der nächsten Rettungsleitstelle verbunden. Der Notruf ist immer kostenlos und funktioniert auch wenn Sie kein Guthaben auf ihrem Mobiltelefon haben. Auch in jeder Telefonzelle kann der Notruf 112 gewählt werden ohne vorher Geld einwerfen zu müssen.

Wen erreiche ich wenn ich den Notruf 112 anrufe?
Sobald Sie den Notruf 112 wählen, werden Sie automatisch mit der nächstgelegenen Rettungsleitstelle verbunden. Über den Notruf 112 erreichen Sie so die Feuerwehr und Rettungswagen. Falls erforderlich wird der erfahrene Disponent auch weitere Einsatzkräfte wie Notarzt oder Polizei mitalarmieren.

Wie läuft ein Notruf ab?
Wenn Sie den Notruf 112 gewählt haben, wird ein speziell geschulter Kollege der Feuerwehr den Anruf entgegen nehmen und Sie durch diesen leiten sowie parallel die erforderlichen Kräfte alarmieren. Um bereits erste wichtige Informationen von Ihnen zu erhalten wird sich der Disponent wie folgt am Telefon melden:

„Feuer- und Rettungsleitstelle – Wo genau ist der Notfallort?“

Warum ist diese erste Information so wichtig? Sollte das Gespräch unerwartet abbrechen (z.B. durch einen leeren Akku, eine Funkstörung, einen Stromausfall, oder eintretende Bewusstlosigkeit etc.) hat der Disponent die Möglichkeit entsprechende Einsatzkräfte an diesen Ort zu entsenden.
Antworten Sie auf die Fragen des Disponenten und machen Sie klare und deutliche Angaben!

Um Ihnen schnell und angemessen helfen zu können, werden folgende weitere Informationen abfragt:

Was ist passiert? (Feuer, Verkehrsunfall, Herzinfarkt usw.)
Wie viele Verletzte? (ein Verletzter, bewußtlose Person, Person in Gefahr)
Wer meldet den Notfall? (Name, Straße, Hausnummer, Ort, Telefonnummer)

Den Notruf nicht einfach beenden! Der Disponent wird versuchen, Ihnen Hilfeanweisungen zu geben. Bei medizinschen Notfällen können dies einfache Erste-Hilfe-Anweisungen bis hin zu Reanimationsunterstützung am Telefon sein.
Folgen Sie den Anweisungen des Disponenten! Wenn nötig, bleibt der Disponent bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte für Sie am Telefon.
Sollten Sie unsicher sein, sich die Situation verändern oder Sie weitere Fragen haben, rufen Sie umgehend wieder an.

Gibt es noch andere Notrufnummern?
110 – unter dieser Rufnummer erreichen Sie die Polizei

116117 – Unter dieser Rufnummer erreichen Sie bundesweit den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Der Bereitschaftsdienst hilft bei Erkrankungen, mit denen Sie normalerweise einen Arzt in einer Praxis aufsuchen würden, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann.
In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie bitte den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112

Was passiert wenn die Notrufnummer missbraucht wird?
Wer absichtlich oder wissentlich eine Notrufnummer missbraucht und einen Notruf nur vortäuscht, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe rechnen (Strafgesetzbuch, § 145). Im schlimmsten Fall werden Rettungskräfte und Rettungsmittel unnötig gebunden und können nicht dort helfen, wo Hilfe wirklich benötigt wird. Neben strafrechtlichen Konsequenzen werden auch zivilrechtliche Schritte eingeleitet: Wer den Notruf missbraucht, hat die Kosten für den entstandenen Einsatz und eventuelle Folgeschäden zu tragen, falls zum Beispiel jemand zu Schaden gekommen ist, weil Hilfe nicht rechtzeitig eintreffen konnte.
Bitte unterrichten Sie insbesondere Ihre Kinder darüber, dass die 112 keine Nummer zum Spaß ist – Die Rettungsleitstellen können die Rufnummer jedes Anrufes sehen, auch wenn diese unterdrückt ist, und wird den Anruf entsprechen zurückverfolgen.

Sollten Sie ausversehen den Notruf 112 wählen, legen Sie bitte nicht auf, sondern schildern Sie dem Disponenten kurz, dass es Ihnen gut geht und Sie sich verwählt haben.

Warnung für das Betreten von Eisflächen

Bitte betreten Sie keine Eisflächen, die nicht durch die Behörde freigegeben sind! Achten Sie ebenso auf Ihre Kinder und Haustiere. Das Betreten von zu dünnen Eiaflächen ist lebensgefährlich.

Sollten Sie eine Person oder ein Tier in das Eis einbrechen sehen, unternehmen Sie keinen eigenen Rettungsversuch sondern alarmieren Sie sofort die Feuerwehr über den kostenfreien Notruf 112 und beobachten die Einbruchstelle, um den Rettungskräften möglichst präzise Angaben machen zu können.

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr warnt ausdrücklich vor dem Betreten der Eisflächen im gesamten Bereich der Stadtgemeinde Bremen. Eltern sind gebeten, auch Ihre Kinder über diese akute Lebensgefahr zu warnen.

Beim Betreten der Eisflächen besteht Lebensgefahr!

Für aktuelle Informationen ist unter der Rufnummer 361- 5500 ein automatischer Ansagedienst eingerichtet.

Eis auf Gewässern

Beim Betreten von Eisflächen besteht Lebensgefahr

Zu Ihrer Information werden In Bremen nach dem Auftreten nennenswerter Eisbildungen Messungen zu den Eisstärken am Hollersee durchgeführt und hier veröffentlicht. Die Messungen können nur ein grober Anhaltspunkt sein und gelten jeweils nur für den Holler See an der Messestelle zum angegebenen Zeitpunkt. An anderen Orten muss mit anderen, auch wesentlich geringeren Eisstärken gerechnet werden. Insbesondere an Wasserbauwerken (z.B. Brückenpfeiler), Zuflüssen, unter Bäumen usw. muss jederzeit mit lebensgefährlich dünnem Eis gerechnet werden.

Eis ist nicht gleich Eis! Tragfähig ist allein das Kerneis

Bitte beachten Sie unbedingt folgende Verhaltensregeln:

das Betreten von zugefrorenen Gewässern unterliegt dem Gemeingebrauch und erfolgt stets auf eigene Gefahr!Nutzen Sie möglichst nur Kunsteisflächen.Betreten Sie das Eis nie allein, Kinder nie unbeaufsichtigt auf Eisflächen spielen lassen.Menschenansammlungen wie beim Schlittschuhlaufen können lebensgefährlich werden.Sobald das Eis knackt oder knirscht, die Eisfläche sofort verlassen.Eisflächen niemals in der Nähe von Brücken, Dalben oder anderen Bauwerken betreten.Fließende Gewässer mit offenen Stellen oder aufgebrochenen Fahrrinnen sollten grundsätzlich gemieden werden.Eisflächen niemals bei Dunkelheit oder unsichtigem Wetter betreten.

Das Betreten von Eisflächen erfolgt in jedem Fall auf eigene Gefahr!
Bei Eisunfällen holen Sie Hilfe unter der Rufnummer 112!

Warum sind Eisunfälle so gefährlich?

Bereits nach wenigen Minuten kühlt der Körper in dem Eiswasser aus. Das führt sehr schnell zu einer Lähmung der Muskeln. Die nasse, schwere Winterkleidung schränkt die Bewegungsmöglichkeiten ein und ihr Gewicht macht das Verlassen des Wassers schwierig bis unmöglich. Neben Unterkühlung oder Ertrinken kann auch ein Kreislaufstillstand oder eine Willenlosigkeit mit anschließender Bewusstlosigkeit zum Tode führen.

Quelle: https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/wasser/eis_auf_gewaessern-30438