Einsatz Nr. 23/2020
30.05.20 um 15:07
“gemeldeter Dachstuhlbrand”

 

Datum:

30.05.20

Uhrzeit:

15:07

Einsatzstichwort:

Dachstuhlbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:

LF 20 KatS (43/44-2)
LF 10 (43/44-1)

Eingesetzte Kräfte:

11

Einsatzbericht:

Am 30.05.20 wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Huchting um 15:07 durch den zuständigen Disponenten der Feuer- und Rettungsleitstelle zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand in Huchting alarmiert.

Nur 5 Minuten nach der Alarmierung konnten beide Löschfahrzeuge den “Status 3” geben und zur Einsatzstelle ausrücken. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr konnte zunächst unter gegebener Adresse kein Schadensfeuer festgestellt werden, sodass auch unsere Fahrzeugbesatzung dabei unterstütze, das entsprechende Brandobjekt aufzufinden. Nach intensiver Suche konnte kein Schadensfeuer in der betreffenden Straße ausgemacht werden, sodass alle Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Eventuell erweckte der Brandrauch aus einem Industriegebiet im benachbarten Niedersachsen den Eindruck eines Dachstuhlbrandes in der eigenen  Nachbarschaft.

 

 

 

 

 

 

  

Einsatz Nr. 22/2020
15.05.20 um 18:21
“Brennt Waschmaschine”

 

Datum:

15.05.20

Uhrzeit:

18:21

Einsatzstichwort:

Zimmerbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:

LF 20 KatS (43/44-2)
LF 10 (43/44-1)

Eingesetzte Kräfte:

25

Einsatzbericht:

Am 15.05.20 wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Huchting um 18:21 durch den zuständigen Disponenten der Feuer- und Rettungsleitstelle zu einem gemeldeten Zimmerbrand im Bereich der Bremer Neustadt alarmiert.

Nach wenigen Minuten konnten die ersten beiden Löschfahrzeuge den “Status 3” geben und zur Einsatzstelle ausrücken. Die Löschfahrzeuge hatten das Huchtinger Stadtgebiet kaum verlassen, als die Rückmeldung des ersteintreffenden Einheitsführers der Berufsfeuerwehr über Funk zu vernehmen war. Es brannte eine Waschmaschine – keine weiteren Kräfte erforderlich. So konnten die Löschfahrzeuge beidrehen und die weiteren schon besetzten Fahrzeuge nicht mehr ausrücken.

 

 

 


 

 

  

Einsatz Nr. 21/2020
06.05.20 um 13:41
“Lagerhallenbrand”

 

Datum:

06.05.20

Uhrzeit:

13:41

Einsatzstichwort:

Zimmerbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:

LF 20 KatS (43/44-2)
LF 10 (43/44-1)
RW (43/52-1)
MTF (43/19-1)

Eingesetzte Kräfte:

15

Einsatzbericht:

Wie wichtig es ist, dass auch bei einer Freiwilligen Feuerwehr, die Fahrzeuge und Einsatzmittel nach jedem Einsatz direkt wieder aufzuarbeiten und die Einsatzbereitschaft herzustellen wurde wieder einmal deutlich. Nur 2 Tage nach der letzten Alarmierung wurden am 06.05.20 um 13:41 erneut unsere digitalen Meldeempfänger aus ihrem Ruhezustand erweckt.

Erneut waren tiefe schwarze Rauchwolken über Bremen zu sehen. Auch das Einsatzstichwort ließ wieder einmal keinen Kleinbrand erwarten.

8 Minuten nach der Alarmierung rückte das LF 10 zum gemeldeten Dachstuhlbrand einer Lagerhalle in der Bremer Neustadt aus. Alle weiteren Fahrzeuge folgten kurze Zeit später.

Beim Eintreffen der Kräfte stand die Lagerhalle im Neuenlander Industriegebiet bereits in Vollbrand. Nach den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, trafen wir kurz darauf als erste FF an der Einsatzstelle ein. Umgehend wurde eine Wasserversorgung aufgebaut, um die Löschfahrzeuge sowie die sich vor Ort befindlichen Drehleitern mit Löschwasser einspeisen zu können. Durch einen ersten Trupp unter Umluft unabhängigen Atemschutz wurden die ersten Löschmaßnahmen im Außenangriff eingeleitet. Später nahmen auch weitere Trupps die Brandbekämpfung im Innenangriff auf. Das Ausmaß der Einsatzstelle erforderte erneut einen hohen Kräfteansatz, sodass mehrere Berufsfeuerwehrwachen sowie weitere Freiwillige Feuerwehren in den Einsatz eingebunden waren. Die komplexe Bebauung erforderte den Aufbau einer Wasserförderung über lange Wegstrecken und erschwerte die Brandbekämpfung, da es sich als schwierig erwies, im begrenzten Raum effektive Aufstellmöglichkeiten für Fahrzeuge und Personal zu finden, in denen die Einsatzkräfte nicht durch den Trümmerschatten gefährdet werden. Als Trümmerschatten werden diejenigen Bereiche an der Einsatzstelle gezählt, an denen eine erhöhte Gefährdung durch herabstürzende Trümmer oder einstürzende Gebäudeteile für die Einsatzkräfte besteht.

Eine Ausbreitung auf umliegende Gebäude konnte durch den schnellen und effektiven Einsatz der Feuerwehr verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in die späten Abendstunden an.

Auch die Nachbereitung des Einsatzes erforderte noch einmal die Kräfte aller, da die immensen Längen an Schlauchmaterialien entsprechend wieder zurückgenommen und aufgerollt werden mussten. Nach Einsatzabschluss wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt, und neue Schutzbekleidung musste zudem aus der Bekleidungskammer organisiert werden, da nach den letzten Einsatzlagen nunmehr das Kontingent an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Auf Grund der Hygienebestimmungen ist es allerdings unabdinglich, dass die kontaminierte Einsatzbekleidung direkt nach dem Einsatz abgelegt und durch neue ersetzt wird, um eine Verschleppung der gesundheitsschädlichen Stoffe aus dem Brandrauch zu verhindern.

Um 20:33 war dann auch für uns dieser Einsatz beendet.

 

 

  

Einsatz Nr. 20/2020
04.05.20 um 21:32
“Gemeldeter Zimmerbrand”

 

Datum:

04.05.20

Uhrzeit:

21:32

Einsatzstichwort:

Zimmerbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:

LF 20 KatS (43/44-2)
LF 10 (43/44-1)

Eingesetzte Kräfte:

17

Einsatzbericht:

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz…

So waren die letzten Worte des vergangenen Einsatzberichtes vom 30.04.2020. Wie wahr diese Worte sind, zeigte sich auch direkt wenige Tage später, als am 04.05.20 um 21:32 erneut unsere digitalen Meldeempfänger durch den zuständigen Disponenten der Feuer- und Rettungsleitstelle ausgelöst wurden.

Schon nach 5 Minuten konnte das erste Fahrzeug zum gemeldeten Zimmerbrand in Woltmershausen ausrücken. Eine Minute später folgte bereits das LF 20.

2 Minuten nach Ausrücken des ersten Fahrzeugs gab es bereits die Entwarnung über Funk – die Rückmeldung des ersteintreffenden Einheitsführers konnte glücklicherweise den gemeldeten Zimmerbrand nicht bestätigen. Es handelte sich um brennendes Essen auf dem Herd, sodass alle Fahrzeuge beidrehen und die Rückfahrt zum Gerätehaus antreten konnten.

  

Einsätze Nr. 17-19/2020
28.04. – 30.04.20
“Lagerhallenbrand auf 30000 qm”

 

Datum:

28.04.20 – 30.04.20

Uhrzeit:

11:10

Einsatzstichwort:

Lagerhallenbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:

LF 20 KatS (43/44-2)
LF 10 (43/44-1)
RW (43/52-1)
MTF (43/19-1)

Eingesetzte Kräfte:

insgesamt 46

Einsatzbericht:

In den Vormittagsstunden des 28.04.2020 war bereits über große Reichweite eine immense Rauchwolke über den Dächern des Bremer Stadtgebiets zu sehen.

Um 11:10  wurden dann auch die Kameradinnen und Kameraden der FF Huchting durch den zuständigen Disponenten der Feuer- und Rettungsleitstelle mit dem Stichwort Lagerhallenbrand zum Einsatz im Bremer Industriehafen alarmiert.

Bereits nach wenigen Minuten konnten alle Fahrzeuge ausrücken und die Einsatzstelle anfahren.

Ein umfangreiches Kräfteaufgebot befand sich beim Eintreffen bereits vor Ort. Auf einer Fläche von etwa 30000m2 standen insgesamt 10 Lagerhallen im Vollbrand und drohten auf umliegende Gebäude überzugreifen bzw. diese zu schädigen.

Die weitläufige Einsatzstelle machte es notwendig eine Aufteilung in verschiedene Einsatzabschnitte vorzunehmen, um gezielt und effektiv eine Brandbekämpfung durchführen zu können. Bei der Bildung von Einsatzabschnitten wird, wie die Bezeichnung es schon sagt, die gesamte Einsatzstelle in mehrere kleine Abschnitte aufgeteilt und jeweils von einem entsprechenden Einsatzabschnittsleiter geleitet und koordiniert. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, dass an jedem Bereich der Einsatzstelle effektiv gearbeitet und Veränderungen im positiven wie auch im negativen frühzeitig erkannt werden und die Taktik entsprechend angepasst werden kann. Ebenso ist eine strukturiertere Kommunikation zwischen den einzelnen Einsatzabschnitten und der Gesamteinsatzletung möglich.

Der Einsatzabschnittsleiter unseres Abschnitts wurde durch unsere Kräfte gestellt. Mehrere Trupps unter Umluft unabhängigen Atemschutz unterstützten die Löscharbeiten im Innen- wie auch im Außenangriff. Monitore wurden aufgestellt und entsprechend bedient.

Das extreme Ausmaß des Brandes und das hohe Energiemaß der im inneren der Hallen gelagerten Verpackungsmaterialien, machten schnell deutlich, dass diese Einsatzstelle die Feuerwehr Bremen über mehrere Tage beschäftigen würde.

Um die Kapazitäten der vorhandenen Kräfte zu erhalten, mussten im Verlauf des Einsatzes immer wieder Ablösungen durchgeführt werden, um den Einsatzkräften entsprechende Erholungsphasen zu schaffen. Diese Ablösungen wurden durch die Einsatzleitung und die Feuer- und Rettungsleitstelle koordiniert.

So ging es auch für uns am Folgetag, den 29.04.20 weiter. Von 11:30 bis 20:40 verbrachten wir den Tag erneut im Bremer Industriehafen. Weiterhin galt es wie auch am Vortag, die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff zu unterstützen.

Auch am 30.04.20 waren wir erneut an der Einsatzstelle gefordert, um gegen 11:30 die vor Ort befindlichen Kameraden auszulösen. Das Feuer war zu diesem Zeitpunkt soweit abgelöscht und die Einsatzstelle entsprechend abgekühlt, dass der Einsatz von Baggern privater Abbruchunternehmen möglich war, um die ursprünglichen Inhalte der Hallen auseinander zu ziehen und auf Glutnester abzusuchen und entsprechend abzulöschen. Um 20:30 war dann auch für uns der dritte und letzte Einsatztag im Industriehafen bei einem der größten Feuer der letzten Jahre für die Feuerwehr Bremen abgearbeitet. Nach diesen zeit- und kraftintensiven Einsatztagen, die auch das Material stark beansprucht haben, gilt es nun die Fahrzeuge und Gerätschaften wieder zu reinigen, aufzufüllen und die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.

Insgesamt waren etwa 920 Einsatzkräfte an diesem Einsatz beteiligt. Zu Spitzenzeiten wurden ca. 40000 Liter Löschwasser pro Minute auf die Einsatzstelle abgegeben. Glücklicherweise bietet der Industriehafen einen unerschöpflichen Vorrat an Löschwasser, sodass die Löschwasserversorgung kontinuierlich durch Pumpen und das Einsatzboot “Bremen 1” sichergestellt war.

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